Wie viel teurer ist der Tierarzt seit der GOT-Erhöhung 2022?

Seit der GOT-Erhöhung 2022 kostet der Tierarzt im Schnitt rund 25 % mehr. Hier siehst du konkrete Zahlen vorher/nachher – und was das für dich bedeutet.
Wie viel teurer ist der Tierarzt seit der GOT-Erhöhung 2022? Rund 20 bis 30 Prozent – und bei einzelnen Leistungen deutlich mehr. Wenn du in den letzten Jahren das Gefühl hattest, die Rechnung beim Tierarzt fällt höher aus als früher, dann täuscht dich das nicht. Zum 22. November 2022 ist die Gebührenordnung für Tierärzte neu gefasst worden – die erste komplette Neufassung seit 1999. Davor gab es nur zwei pauschale Erhöhungen um je 12 Prozent, 2008 und 2017.
Hier bekommst du keine gefühlten Zahlen, sondern konkrete Beispiele vorher und nachher. Und am Ende ordne ich ehrlich ein, was diese Preissteigerung für dich als Hundehalter praktisch bedeutet – und wie du dich davor schützen kannst, dass eine Tierarztrechnung zur echten Belastung wird.
Was sich 2022 geändert hat – und warum
Die Preise beim Tierarzt sind nicht willkürlich. Sie richten sich nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) – einer staatlich festgelegten Grundlage, nach der jede Behandlung abgerechnet wird. Diese GOT wurde zum 22. November 2022 grundlegend überarbeitet.
Der Hintergrund ist kein Geldmachen, sondern schlicht gestiegene Kosten: Energie, Personal, medizinische Geräte, Entsorgung, Versicherungen – all das ist für eine Tierarztpraxis teurer geworden. Damit Praxen wirtschaftlich arbeiten können (und es gerade auf dem Land überhaupt noch genug Tierärzte gibt), wurden die Sätze angehoben.
Ein paar Eckpunkte, damit du die Dimension einordnen kannst:
- Die Gebühren stiegen laut Bundestierärztekammer um etwa 20 bis 30 Prozent.
- Bei rund 84 Prozent der Leistungen wurde es teurer, bei etwa 16 Prozent sogar günstiger.
- Im Notdienst (nachts, am Wochenende, an Feiertagen) darf bis zum 4-fachen GOT-Satz abgerechnet werden (diese Regel gilt seit 2020 und wurde in die neue GOT übernommen) – plus eine Notdienst-Pauschale von 50 Euro netto.
Das Wichtige daran: „20 bis 30 Prozent" klingt überschaubar. Aber genau bei den alltäglichen Leistungen, die jeder Hundehalter regelmäßig braucht, fällt die Steigerung oft viel höher aus.
Das Kostenbild: was wirklich teurer geworden ist
Schauen wir uns konkrete Beispiele an. Die folgenden Zahlen beziehen sich auf den einfachen GOT-Satz bzw. typische Spannen – im Einzelfall hängt der Endpreis von Region, Klinik, Aufwand und abgerechnetem Satz (1-fach bis 3-fach, im Notdienst bis 4-fach) ab.
| Leistung | Vorher | Seit GOT 2022 |
|---|---|---|
| Impfung (Hund/Katze, einfacher Satz) | rund 4,49 € | rund 11,50 € (≈ +156 %) |
| Allgemeine Untersuchung mit Beratung (Hund) | Basiswert | rund +75 % |
| Allgemeine Untersuchung mit Beratung (Katze) | Basiswert | rund +163 % |
| Notdienst-Pauschale (nachts/Wochenende) | 50 € netto (seit 2020) | 50 € netto (unverändert) |
| Abrechnungssatz im Notdienst | 2- bis 4-fach (seit 2020) | 2- bis 4-fach (unverändert) |
Du siehst: Die größten Sprünge stecken nicht in der einen seltenen Groß-OP, sondern in den ganz normalen Terminen, die übers Jahr immer wieder anfallen. Eine Impfung, ein Check, eine Beratung – pro Besuch ein paar Euro mehr, aufs Jahr und auf ein Hundeleben gerechnet ein spürbarer Unterschied.
Und nach oben ist die Spanne offen: Kommt eine größere Operation dazu – etwa ein Kreuzbandriss oder ein Bandscheibenvorfall – kann eine einzige Rechnung schnell mehrere Tausend Euro betragen. Mit dem höheren GOT-Satz fallen genau diese großen Beträge heute noch deutlicher aus als vor 2022.
OP-Versicherung oder Krankenversicherung – was passt zur Preissteigerung?
Wenn die Kosten auf breiter Front gestiegen sind, lohnt sich der genaue Blick, was eine Absicherung eigentlich abdeckt.
Die Hunde-OP-Versicherung greift nur bei Operationen. Sie ist sinnvoll, wenn dir vor allem die großen, seltenen Kostenschocks Sorgen machen – etwa eine teure Not-OP mit 4-fachem GOT-Satz.
Die Hundekrankenversicherung (Vollschutz) deckt deutlich mehr ab: Operationen und die ambulanten Behandlungen, Diagnostik, Medikamente und Vorsorge. Und genau hier hat die GOT-Erhöhung am stärksten zugeschlagen – nämlich bei den vielen kleinen und mittleren Terminen im Alltag.
Das bedeutet für dich konkret: Wenn dich die generelle Preissteigerung beim Tierarzt stört, fängt eine reine OP-Police nur einen Teil davon ab. Der teurer gewordene Alltag – Impfung, Untersuchung, Beratung, Medikamente – bleibt bei dir hängen. Wer sich gegen die Kostensteigerung absichern will, für den ist der Vollschutz in der Regel die passendere Antwort.
Worauf du achten solltest – die 3 wichtigsten Punkte
Verzettel dich nicht in zehn Tarif-Details. Gerade mit Blick auf die GOT-Preise zählen vor allem diese drei:
-
Absicherung bis zum 4-fachen GOT-Satz. Im Notdienst dürfen Tierärzte bis zum 4-fachen Satz abrechnen – seit 2020, die neue GOT hat das übernommen. Ein guter Tarif sollte genau diese Spanne – und die Notdienstgebühr – mit abdecken. Das bedeutet für dich: Eine teure Not-OP am Wochenende trifft dich dann nur noch mit deiner Selbstbeteiligung.
-
Hohe Jahresgrenze – oder gar keine. Manche Top-Tarife haben keine Jahreshöchstentschädigung. Achte aber auch auf Grenzen für einzelne Leistungen (z. B. Vorsorge, Physiotherapie, Implantate) und auf deine Selbstbeteiligung. Das bedeutet für dich: Auch ein teures Jahr mit mehreren Behandlungen bleibt kalkulierbar. (Genaue Leistungen immer im Tarif prüfen.)
-
Freie Tierarztwahl. Du willst zu deinem Tierarzt oder in die Klinik, der du vertraust. Am deutschen Markt ist das fast überall Standard – prüf trotzdem, ob Klinik und Notdienst bis zum hohen GOT-Satz erstattet werden. Gerade bei höheren Sätzen ist Vertrauen in die Behandlung viel wert.
Kurz erklärt: die Selbstbeteiligung
Viele schreckt das Wort ab. Ich erklär's immer mit einer Schublade: Stell dir vor, du hast daheim eine Schublade mit – sagen wir – 250 € drin. Geht dein Hund zum Tierarzt, wird zuerst aus der Schublade gezahlt. Ist sie leer, übernimmt die Versicherung das Weitere – im Rahmen deines Tarifs. Im nächsten Jahr legst du wieder 250 € rein. So bleibt dein Beitrag bezahlbar, und die großen Summen fängt trotzdem die Versicherung.
Lohnt sich das überhaupt?
Rechne es für dich durch: Allein die laufenden Tierarztkosten – Vorsorge, Impfungen, kleine Wehwehchen – sind seit 2022 spürbar teurer geworden und summieren sich übers Jahr. Kommt eine größere Behandlung oder eine Not-OP mit 4-fachem Satz dazu, bist du schnell im vierstelligen Bereich. Ein Monatsbeitrag für den Vollschutz wirkt dagegen überschaubar.
Der eigentliche Wert ist aber nicht nur finanziell. Es geht darum, im Ernstfall nicht zwischen deinem Geldbeutel und der Gesundheit deines Hundes entscheiden zu müssen. Seit die Rechnungen höher ausfallen, ist genau diese Sorge bei vielen Haltern größer geworden – und genau die nimmt dir eine gute Absicherung ab.
Häufige Fragen zur GOT-Erhöhung 2022
Seit wann gilt die neue GOT? Die neue Gebührenordnung für Tierärzte gilt seit dem 22. November 2022. Es war die erste komplette Neufassung seit 1999; davor gab es 2008 und 2017 nur pauschale Erhöhungen um je 12 Prozent.
Wie viel teurer ist der Tierarzt seit der GOT-Erhöhung 2022 im Durchschnitt? Laut Bundestierärztekammer um etwa 20 bis 30 Prozent. Bei etwa 84 Prozent der Leistungen wurde es teurer, bei rund 16 Prozent günstiger. Einzelne Alltags-Leistungen wie Untersuchungen oder Impfungen sind aber deutlich stärker gestiegen.
Warum wurden die Tierarztkosten überhaupt erhöht? Wegen gestiegener Praxiskosten – Energie, Personal, Geräte, Entsorgung, Versicherungen. Die Anpassung soll sicherstellen, dass Praxen wirtschaftlich arbeiten können und es genug Tierärzte gibt.
Was bedeutet der „4-fache GOT-Satz"? Tierärzte rechnen Leistungen mit einem Faktor ab – normal 1-fach bis 3-fach. Im Notdienst (nachts, Wochenende, Feiertag) ist bis zum 4-fachen Satz erlaubt – seit 2020, in die neue GOT übernommen –, plus eine Notdienst-Pauschale von 50 Euro netto. Deshalb fallen Notfälle besonders teuer aus.
Schützt mich eine Versicherung vor diesen höheren Kosten? Ja, das ist genau der Sinn. Wichtig ist, dass der Tarif die heutigen GOT-Sätze bis zum 4-fachen Satz abdeckt und nicht nur einen Teil der Behandlungen. Ein Vollschutz fängt auch den teurer gewordenen Alltag mit ab – Untersuchung, Diagnostik, Medikamente; Impfungen und Vorsorge je nach Tarif nur über eine Pauschale.
Lohnt sich der Abschluss jetzt noch oder ist es zu spät? Es ist nicht zu spät – im Gegenteil. Je jünger und gesünder dein Hund beim Abschluss ist, desto einfacher der Einstieg. Bereits bekannte Vorerkrankungen sind oft ausgeschlossen, deshalb gilt: lieber früher als später.
Dein nächster Schritt
Du musst dich heute zu nichts entscheiden. Wenn du magst, schauen wir gemeinsam, welcher Schutz wirklich zu dir und deinem Hund passt – ehrlich, ohne Kleingedrucktes und ohne Druck. Über 100 Kundinnen und Kunden haben mich auf ProvenExpert und Google mit fünf Sternen bewertet.
Und ein schöner Nebeneffekt: Mit jedem Vertrag über Care4Paws fließt ein Betrag (bis zu 35 €) in den Tierschutz. Du sicherst also deinen eigenen Hund ab – und tust gleichzeitig etwas für andere Tiere.
👉 Jetzt in 60 Sekunden dein individuelles Angebot sichern
Hinweis: Alle genannten Beträge sind Richtwerte und können je nach Region, Klinik und Tarif abweichen. Leistungen und Bedingungen entnimmst du dem jeweiligen Tarif. Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Beratung.